1919 – 2022
Biografie
1919 – 2022
Biografie
Eine einzigartige Stimme, ein Leben lang auf den europäischen Bühnen.
Lia Origoni war eine international anerkannte Persönlichkeit in der Welt der Musik und des Showbusiness, gefeiert als eine der talentiertesten Stimmen ihrer Zeit. Als Künstlerin mit einer zarten, aber ausdrucksstarken Stimme verband sie außergewöhnliche Gesangstechnik mit großer Interpretationstiefe und baute ein Repertoire auf, das von Volksmusik und alter Musik über Klassik und Romantik bis hin zu moderner und zeitgenössischer Musik reichte. Doch ihre Vielseitigkeit beschränkte sich nicht auf die Musik allein. Theater, Varieté, Fernsehen: Lia verkörperte in vollendeter Weise das Bild der Diva des 20. Jahrhunderts, mit einer Karriere, die sie auf die renommiertesten Bühnen der Welt führte — darunter die Oper von Rom, die Mailänder Scala, das Berliner Wintergarten und das Moulin Rouge, um nur einige zu nennen. Im Laufe ihrer Karriere arbeitete sie mit Legenden wie Totò, Anna Magnani, Tito Schipa, Piero Umiliani und Ennio Morricone zusammen, neben einer langen Liste von Künstlern, die die Geschichte des Showbusiness geprägt haben. Wie Gian Carlo Tusceri in der ihr gewidmeten Biografie hervorhebt, durchquerte die „Violetera der Berliner Scala" das gesamte 20. Jahrhundert, überschritt die Grenzen ihrer Zeit und verblüffte noch im darauffolgenden Jahrhundert mit ihrer unglaublichen Energie und Ausgelassenheit.
Stationen
Ein Leben auf der Bühne
1919 – 1938
Anfänge und Debüt
Am 20. Oktober 1919 geboren, wuchs Lia in einer Familie auf, die eine ausgeprägte Neigung zur Kunst hatte — darunter ihr Onkel Giacomino Origoni, einer der ersten Schauspieler des italienischen Stummfilms.
Schon früh entwickelte Lia eine Leidenschaft für den Gesang. Im Jahr 1934 entschied sie sich nach einer Begegnung mit dem Tenor Bernardo De Muro, ihr Violinstudium aufzugeben und sich ganz der Musik zu widmen. 1938 gewann sie ein Stipendium am Teatro dell'Opera in Rom und begann damit ihre Musikkarriere.
1939 – 1960
Internationale Karriere und experimentelles Fernsehen
Lia Origoni war eine der ersten Stimmen, die im experimentellen italienischen Fernsehen in Erscheinung trat. Im Jahr 1939 unterzeichnete sie ihren ersten Vertrag mit dem Ente Italiano Audizioni Radiofoniche (dem heutigen RAI) und wurde damit zur ersten italienischen Künstlerin, die an experimentellen Fernsehsendungen teilnahm — ein Meilenstein in der Entwicklung des Fernsehens in Italien.
In den folgenden Jahren trat Lia an den renommiertesten Theatern Europas auf und arbeitete mit Legenden wie Totò, Anna Magnani und Macario zusammen. Ihr Debüt am Teatro Valle in Rom im Jahr 1940, in der Revue Quando meno te l'aspetti, war erst der Beginn einer Karriere, die sie nach Berlin, Paris, Mailand und darüber hinaus führte. 1948 unterzeichnete sie einen Vertrag mit der RAI, wo sie sich Radioprogrammen widmete, die sich auf internationale Volksmusik konzentrierten, und damit ihre Rolle als kulturelle Innovatorin und Vermittlerin festigte.
2003 – 2022
Anerkennung und Privatleben
2022
Tod und Gedenkfeiern
Das Buch
Entdecken Sie ihre vollständige Geschichte
Lia Origoni – Unter den großen Bühnenikonen des europäischen 20. Jahrhunderts
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